Pressetext

Felix Keun

Keine Zeit für das Gutmenschsein

VÖ: 2. September 2026

 

Zur Person:

 

Felix ist ein Künstler aus Berlin. Felix macht Musik nach traditioneller Art. Hundert Prozent Herz, Hirn und Hand. Null Prozent KI. 

 

Idee, Gitarre raus, komponieren, texten, aufnehmen, mixen, mastern und fertig. Na ja, so einfach ist es doch nicht: Rhythmusgitarre, Leadgitarre, Keyboards, Bass, Drums/Programming, Vocals, Sounds, Samples, Effekte, Plugins, feilen und fuschen, fluchen, vertuschen, fragen und fragen und niemals verzagen. Der Kampf um den einen richtigen Ton und passende Silbe kann Ewigkeiten dauern. Und lohnt sich am Ende immer. Sein Anspruch ist: Das beste Ergebnis erzielen, dass ihm möglich ist.

 

Alles kann, nichts muss. Ein Jazz-Akkord im Popsong? Ein Reim, der sich nicht reimt? Ein Thema, das nicht geht? Kein Problem. Was gut ist, ist gut. Was schlecht ist, ist noch nicht gut. Aber wird schon.

 

Seine Inspirationen sind die alten und die modernen Klassiker, von den Beatles über Serge Gainsbourg bis zu Billie Eilish. Alle vielseitig, genreübergreifend, individuell. 

 

Welche Platte würde Felix auf eine einsame Insel mitnehmen? St. Pepper Überrascht ihn bei jedem Hören aufs Neue (liebes Schicksal: Bitte nur Inseln mit Strom und Plattenspieler).

Welche Melodie bringt Felix zur Verzückung? La Noyée. Endlos, magisch, traurig.

Welche Vocals hauen Felix um? Billie Eilish. Performance und Produktion in Perfektion.

 

 

Keine Zeit für das Gutmenschsein

 

Diesen Song sollte es eigentlich nicht geben. Schnell geschrieben, lange nicht fertig gestellt. Immer wieder verworfen. Die Melodie ist so geil, aber der Text … Kann man das sagen? Geht das? Immer wieder neu zertextet. Bis es am Ende nur noch ein Wort war, das störte. Ein fauler Kompromiss. Verrat an der Idee. Dann mit letzter Kraftanstrengung das letzte Geschwür aus dem Refrain herausgeschnitten. Erschöpfung, Heilung, Glück. Am Ende war alles genau so, wie von Anfang an geplant. Umwege, die man sich hätte sparen können. Die aber vielleicht auch wichtig waren. Wer weiß. Man hat es selbst am wenigsten in der Hand.

 

Musik und Text waren fertig. Aber wie produzieren? Millionen von Möglichkeiten.

 

Angefangen hat alles mit den Drums. Keine vorproduzierten Samples oder Drum Kits sollten es sein, sondern originale Schreckensgeräusche des Zweiten Weltkrieges. Hieraus wurde in akribischer Kleinarbeit ein eigenes Drum Kit gebaut. Die Detonation einer V1-Bombe wurde zur Base Drum, Raketenwerfer zu Toms, Artillerie zu Snare und Percussion, die Fluggeräusche der Stukas und V1-Bomben zu Soundeffekten. 

 

Die größte Challenge war das Sampeln eine Rede von Adolf Hitler. Dies war noch vor den Zeiten von KI. Nichts funktionierte. Erst bliebt ein Satz, dann ein Wort, dann nur noch ein Zischlaut übrig. Dieses „tss“ wurde im Song zum wiederkehrenden Percussionelement. Dies gefiel Felix besonders gut: Adolf Hitler reduziert auf ein banales Zischen. Erkennbar für niemanden. 

 

Dann der Bass, sein schöner Japan Squire von 1980. Wie ist er an der Basslinie verzweifelt. Bis er am Ende nur noch einen einzigen Ton sampelte und die Basslinie einfach programmierte. Perfekt.

 

Und dann die Gitarre. So treu die Telecaster auch live ist, so langweilig klingt sie bei der Aufnahme. Komisch. Am Ende war es die alte Hertiecaster aus dem Jahre 1969, die hier den entscheidenden Sound beitrug. Ein Klirren und Klingen. 100% Persönlichkeit und wiedererkennbar im Mix. 

 

Dann wurde alles aufgemotzt mit Streichern, Chor etc. Hier habe ich bewusst auf die digitalen Sounds meiner Recording Software zurückgegriffen. Warum etwas verbessern, was perfekt ist? 

 

Dann kam die größte Challenge: Die Vocals. Über Monate machte er alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Mit zu vielen Effekten und Plugins aufgenommen, tausende von digitalen Bugs repariert, hunderte Neuaufnahmen, ewiges Editing. Bis am Ende dann doch endlich der Gesang genau so war, wie ich ihn mir immer vorgestellt hatte. Süßlich, unschuldig, und trotzdem hart in der Sache und gemein. 

 

Nach etwas Mixing und Mastering war klar: Der Song ist fertig, er muss raus. VÖ ist am 2.9.2026.


 

 

 

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Felix Keun 2026